Laichwanderung der Amphibien steht bevor

Erdkröte

++ UPDATE vom 02.03.2019 ++

Ehrenamtliche Helfer gesucht
Altreuther: Größte Artenschutzaktion im Landkreis

Die alljährliche Laichwanderung der Amphibien steht unmittelbar bevor. Sobald die Nächte milder und regnerisch werden – meistens ab Anfang März – verlassen unsere Erdkröten, Gras- und Wasserfrösche und die Molche ihren meist im Wald gelegenen Winter-Unterschlupf und wandern schnurstracks zu ihrem Laichgewässer. Dort feiern sie sozusagen Hochzeit und kommen ihrer wichtigsten biologischen Aufgabe nach: der Fortpflanzung zum Erhalt ihrer Art. „Wenn zwischen Winterquartier und Laichgewässer eine mehr oder weniger stark befahrene Straße liegt, wird der Laichzug für viele zum tragischen Leichenzug, das Amphibienleben endet unter Autorädern“, sagt Paul Beitzer, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz (BN).

Um das Massensterben dieser sensiblen Artengruppe einzudämmen, organisiert der Bund Naturschutz derzeit wieder die alljährlich größte Artenschutzaktion im Landkreis: Dank etwa 120 ehrenamtlicher Helfer, die in dem etwa vierwöchigen Zeitraum bis Anfang April helfen, werden über 40 besonders verlustreiche Straßenabschnitte im ganzen Landkreis betreut. Die Straßenmeistereien bzw. der BN selbst stellen dort Sperrzäune mit Fangeimern auf. Die so am eigenständigen Überqueren der gefahrvollen Straße gehinderten Amphibien werden von den Helfern zweimal täglich über die Straße gebracht. 2018 wurden dabei fast 50.000 Kröten, Frösche und Molche vor dem Straßentod durch Überfahren gerettet. Dies, so Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther, wisse der BN deshalb so genau, weil neben der konkreten Rettung die Tiere auch bestimmt und gezählt werden. Neu war 2018 die Sperrung einer verkehrlich untergeordneten Straße bei Dinkelsbühl während der Hauptwanderzeit.

Die Sache steht und fällt mit einer ausreichenden Zahl an Helfern. In diesem Jahr, so Altreuther, stellt sich das Problem, dass an einigen Abschnitten die langjährigen Helfer nicht mehr zur Verfügung stehen. Deshalb sucht der BN unter dem Leitmotto „Sei kein Frosch, hilf den Fröschen“ dringend Ersatz/Verstärkung, z. B. bei Rügland, amBrunnweiher, bei Petersaurach, bei Weinberg und bei Rothenburg. Für „Neulinge“ leistet der BN eine Einweisung vor Ort.

Altreuther weist noch auf ein anderes Problem hin: Diejenigen Fischteiche, die über den Winter nicht abgelassen wurden, weil in ihnen Fische zum Verzehr überwintert werden, werden in den nächsten Wochen abgefischt. Geschieht dies nach dem Ablaichen der Amphibien, wird meist ein Großteil des Laiches bzw. die Kaulquappen vernichtet. Der BN bittet deshalb alle Teichbesitzer, das Abfischen möglichst bald vorzunehmen und gleich wieder aufzustauen. Dann steigen die Entwicklungsmöglichkeiten der Kaulquappen deutlich. Zudem bittet der BN Autofahrer während der nächsten Wochen um besonders vorsichtige Fahrweise – sowohl aus Rücksicht auf Amphibienhelfer am Straßenrand als auch auf wandernde Amphibien in nicht gesicherten Bereichen.

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