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Energie und Klimaschutz, Bauen

Erneuerbare-Energien-Novelle vom Bundestag beschlossen. Nach dem EEG ist vor dem EEG: Im Frühjahr muss nachgebessert werden!

Anlässlich der heute im Bundestag verabschiedeten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes 2021 (EEG) fordert der BUND Naturschutz (BN) die bayerischen Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD auf, den sich nun schon seit einem Jahr hinziehenden Prozess zur EEG-Novellierung im Frühjahr endlich zu einem überzeugenden Ende zu bringen. Denn der Kern des Gesetzes, die Anhebung der Ausbauziele für erneuerbare Energien für Sonne, Wind und Bioenergie sowie eine verbindliche Bund-Länder Strategie zur naturverträglichen Umsetzung, wurde abermals verschoben.

30.12.2020

„Wir brauchen für wirksamen Klimaschutz konsequentes Energiesparen und einen Schub beim naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien. Vor allem die Blockaden bei der Nutzung von Wind und Sonne müssen aufgelöst werden“, fordert BN-Kreisvorsitzender Paul Beitzer. Nachdem das Gesetz um fast ein Jahr verspätet auf dem Weg gebracht wird, sei diese Salamitaktik inakzeptabel. „Wenigstens haben Klimaschutzpolitikerinnen wie die CSU-Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber ebenso wie die Energieexperten der SPD den schlechten Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums noch erheblich nachgebessert“, sagt Willi Krauß, Arbeitskreis „Energie und Klimaschutz“ bei der BN-Kreisgruppe Ansbach. So wird beispielsweise Mieterstrom aus Photovoltaik durch den Wegfall der Gewerbesteuer entbürokratisiert und der Eigenverbrauch erleichtert, indem etwa kleine Solaranlagen von der EEG-Umlage befreit sind. Die im Gesetz festgeschriebene Kommunalabgabe an die Kommunen im Umkreis von Windenergieanlagen, ist jedoch nach wie vor freiwillig statt verpflichtend.

Für den Ausbau der Erneuerbaren fordert der BUND Naturschutz in der nächsten Novelle des EEG eine deutliche Anhebung des Ausbauziels auf mindestens 75 Prozent bis 2030, was einer Verdopplung der Ausschreibungsmengen bei Photovoltaik und sieben Gigawatt Zubau von Windenergie an Land entspricht. Die Förderung der Wasserkraft hingegen gehört gestrichen, wenn nicht weiter und zunehmend Verstöße gegen die Wasserrahmenrichtlinie provoziert werden sollen. Der im Gesetz angelegte verbindliche Koordinierungsmechanismus zwischen Bund und Ländern darf kein Papiertiger bleiben, sondern muss dafür sorgen, dass bei drohender Zielverfehlung umgehenden nachgebessert wird.

„Immerhin wurde mit dem verabschiedeten EEG nun das Schlimmste verhindert, indem eine Anschlusslösung für die bereits im Januar aus dem EEG fallenden Anlagen gefunden wurde“, ist Oliver Rühl vom BN erleichtert.„Ein drohender Netto-Rückgang der installierten Leistung durch den Wegfall von Windenergieanlagen sowie das Aus für die Solar-Pioniere der ersten Stunde konnte verhindert werden, indem unter anderem die Verpflichtung zum Einbau von Smart-Meter für Kleinstanlagen, gekippt wurde. Smart-Meter führen zu deutlichen Mehrkosten und hätten somit zum Rückbau vollfunktionsfähiger Dachanlagen führen können. Das ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.“

Um die von der Europäischen Union geforderte „Revolution“ zu starten, bei der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt der Energieproduktion stehen, reichen die getroffenen Änderungen bei Weitem nicht aus, stellt Günter Ries vom BN-Arbeitskreis klar. Sie wirken im Lichte dessen, was die EU fordert, lediglich wie kleine Schönheitskorrekturen. Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften benötigen faire Rahmenbedingungen – damit Bürgerwindparks, Bürgersolaranlagen und Energy Sharing möglich werden. Vorschläge hierzu fehlen fast gänzlich, obwohl die Erneuerbaren-Richtlinie der EU von den Mitgliedstaaten bis spätestens Mitte 2021 umgesetzt sein muss.

„Wenige Monate vor der Bundestagswahl, die auch eine Klimaschutzwahl sein wird, muss die Bundesregierung zeigen, dass sie internationale und auf EU-Ebene getroffene Zielvereinbarungen im Klimaschutz ernst nimmt und die Energiewende im eigenen Land mit Kraft anpackt. 2021 braucht es umgehend einen Vorschlag zur Anhebung der Ausbauziele und -mengen sowie einen umfassenden Vorschlag zur Stärkung von Bürgerenergie, sonst verspielt die Regierung nicht nur ihre Glaubwürdigkeit, sondern gefährdet auch die Akzeptanz für das so wichtige Projekt Energiewende“, blickt der stellvertr. BN-Kreisvorsitzende Dr. Herbert Sirois auf die nächsten Schritte.


PV Anlagen nach dem Ende der EEG-Förderung

Hier können Sie den Vortrag von Michael Vogtmann
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Ökologisch Heizen – Kompass für saubere Wärme

Im Arbeitskreis „Energie und Klima“ haben wir vor kurzem ein 12-seitiges Infoblatt „Ökologisch Heizen“ veröfentlicht, um Hilfestellung für die Wahl der richtigen Heizung zu geben. Natürlich kann eine kleine Broschüre keine ausführliche

Beratung durch eine Fachirma oder Energieberater ersetzen, doch die Mitglieder des Arbeitskreises sind sich einig: Orientierung und Entscheidungshilfen zum Thema „Welche Heizung ist die richtige für mich?“ sind gefragt. Das BN-Ziel ist eine ökologische klimaneutrale Wärmeversorgung, der Weg dorthin mit den damit verbundenen Herausforderungen ist groß. Es gibt auch keine Patentlösungen, doch es lohnt sich, dem Thema etwas Zeit zu widmen.

Die Energiewende in Deutschland und Bayern ist bis heute in erster Linie eine Stromwende. Auch in der gesellschatlichen Debatte ist das Stromsystem das Thema Nummer Eins, obwohl in Deutschland mehr als die Hälfte der gesamten verbrauchten Energie im Wärmebereich liegt.

Der Wärmebereich ist verantwortlich für knapp 40% der energiebedingten CO2- Emissionen. Neun von zehn Zentralheizungen werden mit fossilen Energieträgern befeuert. Kleinere Holzöfen, die Einzelräume beheizen, sind hier nicht mit berechnet. Klimaschutz fängt also im eigenen Keller an. Grundlage für geringe CO2-Emissionen aus dem Wärmebereich ist ein energetisch sinnvoll sanierter Gebäudebestand. Wie man sein Gebäude eizient ertüchtigt. wird im Wärmeblatt aus Platzgründen ausgespart, das soll keine Wertung der Bedeutung des Themas sein.

In der Broschüre wird u.a. auf folgende Fragen eingegangen: Wann brauche
ich eine neue Heizung? Mit Strom heizen - ist das sinnvoll? Ist der Einsatz von Wärmepumpen sinnvoll? Welche Leistungsfähigkeit steckt in der Solarthermie? Wie steht der BN zum Heizen mit Holz, Pellets oder Hackschnitzel?

Ergänzend zum Infoblatt will der Arbeitskreis bei den nächsten Sitzungen, weitere Informationen zum Thema erarbeiten und diese auf der Homepage der BN Kreisgruppe veröffentlichen. Das Infoblatt finden Sie hier.

Schornstein

Klimaschutz

Das Klima wandelt sich seit es die Erde gibt. Die Erwärmungen und Absenkungen der Temperatur passierten viele Jahrtausenden sehr langsam.

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Hackschnitzel

Ökostrom

Der Bezug von 100 % Ökostrom ist ein kleiner doch wichtiger Beitrag für das Gelingen der Energiewende.

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Biogas Behälter

Biogas

Der BN hat eine differenzierte Meinung zum Thema Biogas. Die sinnvolle Nutzung der großen Mengen von Gülle können Biogasanlagen leisten.

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Lampen im Vergleich

Energiesparen

Energiesparen ist die Grundlage für das Gelingen der Energiewende.

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Windkraft und Strommast

Windkraft

Mit einer stärkeren Nutzung der Windkraft wären wir im Landkreis und in der Stadt Ansbach beim Klimaschutz schon bedeutend weiter.

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Photovoltaik

Photovoltaik

Die Erzeugung von Strom aus Sonnenstrahlen ist gerade in Bayern eine einfache und tolle Sache.

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Atomkraft Nein Danke

Die Demonstation gegen die gefährliche und tötliche Technologie der Stromerzeugung, Atomkraft hat viele unserer Mitglieder mobilisiert.

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Bauen Photovoltaik

Bauen

Bauliche Maßnahmen im Gebäudebestand stellen die effektivsten Maßnahmen zum Klimaschutz dar.

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Downloads zum Thema Energie und Klimaschutz

Ökologisch heizen - Kompass für saubere Wärme

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Energieerzeugung und hoher Energieverbrauch sind eine wesentliche Ursache vieler Umweltprobleme, insbesondere der Klimaerwärmung. Der Bund Naturschutz setzt sich seit Jahrzehnten auf allen Ebenen für eine Reduzierung des Energieverbrauchs ein. Zugleich kämpfen wir entschlossen für eine Energiewende: Weg von den umweltschädigenden, ineffizienten und teilweise hochgefährlichen fossilen und atomaren Stromerzeugung und weg vom Öl hin zu erneuerbaren Energien. Unser Ziel „100 % erneuerbare Energie“ ist bei wirklichem Willen bis etwa 2040 erreichbar. Die „Erneuerbaren“ sind die Jobmaschine schlechthin: Inzwischen bieten sie bundesweit schon über 300.000 qualifizierte Arbeitsplätze. Der Bund Naturschutz hat mit seiner ökologischen Vorreiterrolle erheblich zum Durchbruch der „Erneuerbaren“ beigetragen und wird dies entschlossen weiterverfolgen.