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Für den uneingeschränkten Schutz des Waldgebietes „Feuchtlach“

14.06.2021

Ansbach. Der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) hat klare Position für den uneingeschränkten Schutz des Waldgebietes „Feuchtlach“ am südlichen Ansbacher Stadtrand bezogen. Der BN wendet sich gegen jegliche größere oder kleinere Flächenverluste für Verkehrs-, Bebauungs-, oder Freizeitzwecke der „grünen Lunge“ Ansbachs. Anlass für die BN-Positionierung waren die Pläne, das Raubtierasyl von Wallersdorf in den Feuchtlachwald zu verlegen und dafür drei Hektar Wald zu roden sowie der ungleich größere neuerliche Straßenbau-Eingriff, die B 13 zwischen der Autobahnausfahrt Ansbach-Süd und dem Stadtrand vierspurig auszubauen. Dem würden viele Hektar wertvollster Feuchtlachwald unwiederbringlich zum Opfer fallen.

An der Berechtigung und Notwendigkeit der Einrichtung bestand für den BN-Kreisvorstand kein Zweifel. Das Raubtierasyl leistet einen bemerkenswerten Beitrag zum Tierschutz, da es sich vorwiegend um beschlagnahmte, aus schlechter Haltung genommene Tiere kümmert. Nach eingehender Beratung war für den BN allein der angedachte Standort der Grund für seine ablehnende Haltung. Bei dem etwa 700 Hektar großen Feuchtlachwald handelt es sich um einen äußerst artenreichen, gut strukturierten Laubwald. Durch seinen großen Anteil an Altbäumen, Naturhöhlen ist der Biotopwert enorm. Aufgrund der Kessellage ist die klimatische Wirkung besonders hoch. Auch der Naherholungswert ist unbestritten.

Vor diesem Hintergrund sprach sich der BN-Kreisvorstand einstimmig, bei einer Enthaltung gegen das Vorhaben Raubtierasyl in der Feuchtlach aus und kündigte zugleich entschiedenen Widerstand gegen jede Form der erneuten Waldvernichtung an. Aus Gründen der Glaubwürdigkeit eines Naturschutzverbandes müsse das BN-Engagement für die Feuchtlach bei Großeingriffen genauso gelten wie bei vergleichsweise kleinen Eingriffen wie dem Raubtierasyl. Der BN fordert eine behördliche Ablehnung dieses Standortes, wünscht dem Raubtierasyl aber viel Erfolg bei der Suche nach einem Refugium das sowohl den Belangen des Tier- wie auch des Naturschutzes gerecht wird.

Dass diese Entscheidung des Kreisvorstandes zum einem Rücktritt von Hannes Hüttinger führte bedauern wir außerordentlich. Wir zollen ihm aber uneingeschränkten Respekt für diese konsequente Entscheidung. Hannes Hüttinger hat sich seit Jahrzehnten erheblich und mit extremen Einsatz beim BN engagiert. Er verfügt über ein herausragendes Fachwissen in vielen für den BN relevanten Bereichen. Froh ist der Kreisvorstand dass Hüttinger dem BN auch ohne Vorstandsamt weiterhin eng verbunden bleibt.