Atomkraft Nein Danke!

Auch Ansbach demonstriert!

26.04.2013

Unter dem Motto „Endlich Abschalten!“ rief am Montag, 26. April ein breites Bündnis von Verbänden und Parteien, zu einer regionalen Kundgebung gegen Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken auf. Bund Naturschutz, Ansbacher Friedensbündnis, Etz langt’s, SPD, ÖDP, BAP, GRÜNE und DIE LINKE hoffen auf breite Unterstützung der Bevölkerung am symbolträchtigen Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl. Start und Ziel der etwa einstündigen Aktion war das Stadthaus am Martin-Luther-Platz in Ansbach. Um 17.00 Uhr bewegte sich der Demonstrationszug von dort zum Schloss, entlang der Promenade zum Herrieder Tor und zurück zum Stadthaus. Dort fand die Abschlusskundgebung mit verschiedenen Rednern statt.

Die Veranstalter übten heftige Kritik an der CSU, die entgegen dem von der früheren Rot-Grünen Bundesregierung mit den Energiemonopolisten geschlossenen Vertrag eine Verlängerung der Laufzeiten um mehr als 20 Jahre fordert. Für Laufzeitverlängerung gebe es nur einen einzigen Grund: Die Milliardengewinne der Stromkonzerne weiter zu maximieren. Jedes Jahr mehr Laufzeit bringt diesen 300 – 500 Mio. Reingewinn. Der Bevölkerung hingegen bringe dies jährlich 500 Tonnen radioaktiven, giftigen Müll. Von diesem weiß niemand, wo er über Jahrtausende sicher gelagert werden könne. Besonders dreist sei es, dass ausgerechnet die CSU Laufzeitverlängerungen fordert, die in Bayern bislang jegliche Suche nach Standorten für ein Atommüll-Endlager ablehnt. Sie stellt sich damit im Übrigen auch gegen die Bevölkerung, die deutlich mehrheitlich keine Laufzeitverlängerungen will.

Laufzeitverlängerungen wären aus einer Vielzahl von Gründen fatal: Atomenergie sei hochgefährlich, Tschernobyl habe Zigtausenden Menschen das Leben gekostet und unendliches Leid gebracht, weite Landstriche seien bis heute radioaktiv verseucht. Wie risikobehaftet und im Schadensfall unbezahlbar die Dinosauriertechnologie sei, zeige sich auch daran, dass Atomkraftwerke nur in geringem Umfang haftpflichtversichert sind. Experten haben den finanziellen Schaden eines einzigen AKW-Unglücks in den Tschernobyl-Ausmaßen auf 5.000 Mrd. EUR beziffert. Die Entsorgungsfrage des hochgiftigen Mülls sei auch nach 50 Jahren „Übungszeit“ noch ungelöst. Selbst das „Zwischenlager Asse“ ist undicht und säuft regelrecht ab. Störfälle sind in deutschen AKW zum Regelfall geworden – über 100 meldepflichtige pro Jahr. Atomenergie ist schon bei der Erzeugung eine teure Energie, deren Preis nur durch jahrzehntelange Subventionen niedrig gehalten wurde. 

Entgegen anderen Behauptungen gebe es auch keine „Stromlücke“: Vielmehr exportierten die deutschen Stromkonzerne Strom; 2007 waren es etwa 20 Mrd. kWh, was etwa zwei AKW entspricht. Der Atomstrom leiste mit einem Anteil von weltweit 2,9 %, in Deutschland unter 5 % auch keinen nennenswerten Beitrag bei der Stromerzeugung. Dies könne sich allein auch deswegen nicht ändern, weil die weltweiten Uranvorräte schon in 20 bis 30 Jahren verbraucht sein werden – importabhängig sei man da ohnehin. Die Atomkraft leiste auch keinen Beitrag zum Klimaschutz. Ebenso wenig helfen sie bei der Versorgungssicherheit, weil sie beispielsweise in Trockensommern wie 2003 nur verminderte Leistung bringen können, dazu noch unsere Flüsse erwärmen und zudem unflexibel im Verbundnetz sind.

Ähnlich gering sei auch ihr Beitrag am Arbeitsmarkt: Lediglich rund 28.000 Personen seien in der Atombranche tätig. Dagegen seien die regenerativen Energien eine wahre Job-Maschine: dort arbeiteten schon über 300.000 Menschen. Persperspektivisch können durch den weiteren Ausbau der „Erneuerbaren“ in Deutschland über eine Million Arbeitsplätze entstehen. Gerade dies werde aber durch Laufzeitverlängerungen verlängert. Wer solche fordert, handelt wirtschafts- und insbesondere mittelstandsfeindlich. Das EEG in Verbindung mit dem festgeschriebenen Atomausstieg habe alle Erwartungen übertroffen: Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt in der BRD insgesamt jetzt über 10 %, bei der Edelenergie Strom schon über 18 %. Das Ziel „100 % erneuerbare Energien“ ist bei entsprechender Weichenstellung bis etwa 2040 zu erreichen. Daran haben aber die Stromkonzerne und ihre politischen Unterstützer kein besonderes Interesse, weil die Konzerne nur bei Großkraftwerken profitieren. Bei den dezentralen regenerativen Energien profitieren zu einem hohen Anteil mittelständische Betriebe und Bürger, die hier selbst investieren.


Menschenkette gegen Atomkraft

19. März 2011 

Über 70 Personen aus dem Landkreis Ansbach waren am Samstag den 19. März 2011 dem Aufruf des Ansbacher Energiewendebündnisses gefolgt und bei der Menschenkette gegen Atom- kraft in Baden Württemberg dabei. Insgesamt bildeten etwa 60.000 Menschen eine 45 Kilo- meter lange Kette vom Atomkraftwerk Neckarwestheim bis zum Schlossplatz in Stuttgart. Für Wolfgang Fuchs vom Bund Naturschutz war das ein starkes Signal von Menschen aus ganz Süddeutschland an die Politik, die Atomkraftwerke endlich abzuschalten anstatt deren Lauf- zeiten zu verlängern. Die tragischen Ereignisse in Japan zeigen einmal mehr, dass „friedliche“ Atomkraft eine menschenverachtende Technologie ist. Die gleichen Fachleute, die ständig erklärten, wie sicher und beherrschbar Atomkraftwerke sein sollen, müssen jetzt einräumen, wie machtlos sie in Wirklichkeit sind. Der Bund Naturschutz fordert als Konsequenz daraus von Politik und Stromwirtschaft einen umgehenden Ausstieg aus der Atomkraft und eine For- cierung der Energiewende mit dem Ziel „100 Prozent Erneuerbare“. 

Uwe Schreiner von den Grünen hieb in die gleiche Kerbe: „Atomenergie gehört ins Technikmuseum. Sie ist keine Brücken- technologie sonder verbaut und bedroht unsere Zukunft.“ Al- lein die von der Bun- desregierung be- schlossene Laufzeit- verlängerung bringe der Bevölkerung jähr- lich 500 Tonnen ra- dioaktiven, giftigen Müll. Von diesem weiß niemand, wo er über Jahrtausende sicher gelagert wer-

den könne. Wie risikobehaftet und im Schadensfall unbezahlbar die Dinosauriertechnologie sei, zeige sich auch daran, dass Atomkraftwerke nur in geringem Umfang haftpflichtversichert sind. Mit einer Überprüfung der Sicherheitsstandards, wie sie die Bundesregierung ankündig- te, sei es nicht getan: „Im Interesse nachfolgender Generationen müssen wir endlich raus und das lebensbedrohliche Abenteuer Atomkraft umgehend beenden.“ 


Endlich abschalten statt verlängern!

08.09.2010

Unter dem Motto "Endlich abschalten statt verlängern!" ruft das Ansbacher Energiewendebündnis zur Teilnahme an der großen Anti-Atomkraft-Demonstration in Berlin auf. Bund Naturschutz, Ansbacher Friedensbündnis, Etz langt’s, SPD, ÖDP, BAP, GRÜNE und DIE LINKE hoffen auf breite Unterstützung der Bevölkerung. Am Samstag, den 18. September 2010 um 5.00 Uhr morgens wird von der Ansbacher Hofwiese ein Bus nach Berlin starten. Interessierte können sich gerne bei der Geschäftsstelle des BN in Ansbach, Telefon 0981/14213 oder per Emailadresse: bn-ansbach@t-online.de, näher informieren und anmelden.

Heftige Kritik üben die Veranstalter an der aktuellen Entscheidung des schwarz-gelben Bündnisses, eine erhebliche Laufzeitverlängerung durchsetzen zu wollen. Darüber wird der Bundestag Ende September abstimmen. Stimmt eine Mehrheit zu, hätten sich zunächst die Energiemonopolisten gegen jede Vernunft durchgesetzt. Sie wären damit ihrem Ziel näher gekommen, zusätzliche Milliardengewinne zu machen. Für die Bevölkerung bedeutet dies jährlich zusätzliche 500 Tonnen radioaktiven, hochgiftigen Sondermüll. Für diesen ist der Staat, also die Allgemeinheit zuständig. Niemand weiß, wo er über Jahrtausende sicher gelagert werden könne. Besonders dreist sei es, dass ausgerechnet die CSU Laufzeitverlängerungen fordert, obwohl sie jegliche Suche nach Standorten für ein Atommüll-Endlager in Bayern ablehnt. Die CSU stellt sich damit im Übrigen – ebenso wie ihre große Schwesterpartei – gegen große Teile ihrer Wähler, wie auch gegen manchen mutigen Politiker aus ihren eigenen Reihen.

Aus vielen Gründe wären Laufzeitverlängerungen fatal: Atomenergie sei hochgefährlich, Tschernobyl habe Zigtausenden Menschen das Leben gekostet und unendliches Leid gebracht, weite Landstriche bis heute radioaktiv verseucht. Wie riskant und im Schadensfall unbezahlbar die Dinosauriertechnologie sei, zeige sich auch daran, dass Atomkraftwerke nur in geringem Umfang haftpflichtversichert sind. Dabei haben Experten den finanziellen Schaden eines einzigen AKW-Unglücks in den Tschernobyl-Ausmaßen auf 5.000 Milliarden Euro beziffert. Die Entsorgungsfrage der hochgiftigen Reststoffe sei auch nach 50 Jahren „Übergangszeit“ noch ungelöst. Selbst das „Zwischenlager“ Asse ist undicht und säuft regelrecht ab. Störfälle sind in deutschen AKWs zum Regelfall geworden – es sind über 100 meldepflichtige pro Jahr. Atomenergie ist schon bei der Erzeugung eine teure Energie, deren Preis durch jahrzehntelange Subventionen und groteske Unterversicherung niedrig gehalten wurde.

Entgegen anderen Behauptungen gebe es auch keine „Stromlücke“: Vielmehr exportieren die deutschen Stromkonzerne Strom; 2007 waren es etwa 20 Mrd. kWh, was etwa zwei AKW entspricht. Der Atomstrom leiste mit einem Anteil von weltweit 3 %, in Deutschland unter 5 % gar keinen nennenswerten Beitrag bei der Stromerzeugung. Im Übrigen müsse sämtliches Uran importiert werden – wobei in 20 bis 30 Jahren die weltweiten Uranvorräte aufgebraucht sein werden. Auch leiste die Atomkraft keinen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz. Ebenso wenig helfe sie bei der Versorgungssicherheit, weil die Meiler beispielsweise in Trockensommern wie 2003 nur verminderte Leistung bringen können, dazu noch unsere Flüsse erwärmen und zudem unflexibel im Verbundnetz sind.

Ähnlich gering sei auch ihr Beitrag am Arbeitsmarkt: Lediglich rund 28.000 Personen seien in der Atombranche tätig. Dagegen seien die regenerativen Energien eine wahre Job-Maschine: dort arbeiteten schon über 300.000 Menschen. Durch einen weiteren Ausbau der „Erneuerbaren“ in Deutschland könnten über eine Million Arbeitsplätze entstehen. Gerade dies werde aber durch Laufzeitverlängerungen verhindert. Wer eine solche fordert, handele wirtschafts- und insbesondere mittelstandsfeindlich. Schließlich ist bekannt, dass das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) in Verbindung mit dem festgeschriebenen Atomausstieg alle Erwartungen übertroffen hat: Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt in der BRD jetzt bei insgesamt über 10 %, bei der Edelenergie Strom schon bei über 18 %. Das Ziel „100 % erneuerbare Energien“ ist bei entsprechender Weichenstellung bis etwa 2040/2050 zu erreichen. Daran haben jedoch die Stromkonzerne und ihre politischen Unterstützer kein Interesse, weil die Konzerne nur bei Großkraftwerken profitieren. Bei den dezentralen regenerativen Energien aber profitieren zu einem hohen Anteil mittelständische Betriebe und Bürger, die hier selbst investieren.


Links und Dokumente zum Thema Atomkraft

Internetseite des BUND
Atomkraft muss Geschichte werden - Link

11 leere Phrasen
Nicht schon wieder Atomkraft - Link zu PDF