Naturnahe Flächen im Stadtgebiet Heilsbronn

Foto: BN Kreisgruppe Ansbach

13.12.2017

Seit nunmehr 5 Jahren besteht in Heilsbronn eine Zusammenarbeit zwischen Bund Naturschutz, Imkerverein, Gartenbauverein, der Gruppe GRÜN und der Stadtverwaltung. Hintergrund dieses Bündnisses ist der inzwischen besorgniserregende Rückgang fast aller Insektenarten. Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen, aber auch die Honigbiene leiden unter Nahrungsmangel bzw. unter der Einseitigkeit des vorhandenen Nahrungsangebots. Die immer stärker intensivierte Landwirtschaft führt dazu, dass viele Insekten inzwischen im Stadtbereich eine bessere Existenzgrundlage finden als auf Wiese und Feld. Leider muss man aber auch in den Gärten eine Tendenz zu immer weniger Natur feststellen. Gerade in Neubaugebieten sind ordentliche, aber lebensfeindliche Splittflächen in Kombination mit Rasen sehr beliebt, einheimische Pflanzen sind dagegen echte Raritäten.

Im Juni veranstaltete der BN eine Führung zu drei naturnahen städtischen Flächen, die in den Vorjahren ökologisch aufgewertet wurden. Am Wasserrückhaltebecken hinter dem Freibad sollte die ursprünglich vorhandene Fettwiese durch Ansaat zu einer artenreichen Feuchtwiese umgewandelt werden. Jedoch ergab die Bestimmung der vertretenen Pflanzen eine starke Abweichung zwischen dem ausgebrachten Saatgut und der tatsächlich vorhandenen Vegetation. Im eigentlichen Becken dominieren verschiedene Gräser, nur ganz vereinzelt mit Blütenpflanzen (Baldrian, Knotiger Kälberkropf) durchsetzt. Am geschotterten Damm hingegen konnte sich eine Vielzahl unterschiedlicher Blütenpflanzen ansiedeln. Jahreszeitlich bedingt fielen dabei besonders zahlreiche Schmetterlingsblütler, Johanniskraut, Natternkopf und Königskerze auf.

Im Bereich der Badstraße waren zwei Hanggrundstücke bereits vor der Ansaat relativ artenreich, was aber durch zu häufiges Mähen stark unterdrückt wurde. In Nachbarschaft der Realschule wurde 2016 ein 14 m² großes Beet angelegt. Hierbei wurden in ein Schotterbett mit ca. 15 cm Erdauflage heimische Stauden eingesetzt. Trotz Trockenheit haben sich diese gut entfaltet. Insgesamt entwickelten sich alle drei Flächen aus Sicht der BN-Mitglieder durchaus positiv. Bereits in diesem Herbst sollen weitere Flächen folgen.