Bund Naturschutz setzt Fledermausquartiere instand

Naturschutzmotivierte Bauarbeiten gab es kürzlich im Windsbacher Ortsteil Elpersdorf

Fledermausquartiere Windsbach

Foto: Lisa Abt

Fledermausquartier Windsbach

Foto: Lisa Abt

22.05.2018

Naturschutzmotivierte Bauarbeiten gab es kürzlich im Windsbacher Ortsteil Elpersdorf: An den dort am Waldrand gelegenen ehemaligen Bier- und Vorratskellern arbeiteten der Windsbacher Bund Naturschutz-Ortsvorsitzende Uwe Schreiner, BN-Mitarbeiter Günter Zippel und Praktikantin Lisa Abt mehrere Tage, um sie als Quartier für überwinternde Fledermäuse in ihrem Bestand dauerhaft zu sichern.

Fledermäuse, erläutert Uwe Schreiner, seien im Winterhalbjahr auf solche unterirdischen frostfreien Quartiere angewiesen. Kopfüber an der Kellerdecke hängend, häufig in Spalten versteckt, verbringen diese dort die Zeit zwischen November und März in einer Winterstarre. Die wichtigsten der insgesamt 16 Keller seien schon Mitte der 1980er Jahre von Naturschutz-Aktiven mit Gittertüren versehen worden, um die während der Winterstarre äußerst störungsempfindlichen Fledermäuse vor menschlichen Störungen zu schützen.

Im Lauf der Jahrzehnte, sagt Günter Zippel, seien Teilbereiche der Keller bzw. deren Zugänge verstürzt und die Gittertüren eingerostet. Bei den Arbeiten wurden die Zugänge wieder freigelegt und die Türen wieder funktionsfähig gemacht. Zudem wurden an einigen Stellen die Keller noch für Fledermäuse optimiert, indem etliche Biberschwanzziegel an den Wänden bzw. Hohlblocksteine an den Decken angebracht wurden. Diese zusätzlichen Strukturen würden von Fledermäusen gerne als Unterschlupf genutzt. In einem späteren Schritt sollen an einigen Bereichen noch bauliche Sanierungen erfolgen.

Nach den Worten von BN-Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther sind die Maßnahmen Teil eines gemeinsamen Projektes zum Erhalt und Sanierung von Fledermaus-Winterquartieren zwischen der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes und dem BN. Die Finanzierung erfolgt aus sogenannten „Ersatzgeldern“, die aus Eingriffsmaßnahmen resultieren. Mit der Stadt Windsbach als Eigentümerin der Keller wurden die Maßnahmen schon im Vorjahr abgestimmt.