Biotoppflege durch Schüler des Gymnasiums Dinkelsbühl

Auch in diesem Jahr fand wieder der traditionelle Biotoppflegeeinsatz einer zehnten Klasse des Gymnasiums Dinkelsbühl auf mehreren Biotopflächen des Bund Naturschutz (BN) im „Wolfertsbronner Tal“ sowie am Naturschutzgebiet „Walkweiher“ bei Radwang statt.

Biotoppflege 2018
Biotoppflege 2018
02.08.2018

Auch in diesem Jahr fand wieder der traditionelle Biotoppflegeeinsatz einer zehnten Klasse des Gymnasiums Dinkelsbühl auf mehreren Biotopflächen des Bund Naturschutz (BN) im „Wolfertsbronner Tal“ sowie am Naturschutzgebiet „Walkweiher“ bei Radwang statt. Hierzu traf man sich, wie auch in den Vorjahren, bei Oberwinstetten. Dieses Jahr war auch zum ersten Mal Klaus Eberhardt, der BN-Ortsvorsitzende von Dinkelsbühl, mit dabei. Der Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther erklärte den 20 interessierten Schülerinnen und Schülern der Klasse 10b unter Leitung ihres Biologielehrers Stephan Blanz zu Beginn der „Streuwiesenpflege“, dass sich der BN im gesamten Landkreis um rund 270 Hektar ökologisch hochwertiger Flächen unterschiedlicher Biotoptypen kümmere. Während die meisten anderen BN-Flächen mit leichten Spezialmaschinen überwiegend maschinell gepflegt werden können, muss bei dem Feuchtgebiet „Wolfertsbronner Tal“ viel Handarbeit angelegt werden. Aus diesem Grund sei der BN für das schulische Engagement und den Biologieunterricht „der etwas anderen Art“ sehr dankbar.

Altreuther erläuterte den Schülerinnen und Schülern anfangs, dass die bearbeiteten Feuchtwiesen ökologisch sehr wertvoll seien und deshalb regelmäßig gepflegt werden müssen. Die Intensivierung der Landwirtschaft trage dazu bei, dass solche Flächen in den letzten Jahrzehnten selten geworden seien. Da diese Flächen einen hohen Grundwasserstand aufweisen und nicht gedüngt werden, führe dies, so Altreuther, zu einer äußerst hohen Vielfalt der heimischen Flora und Fauna. Als Beispiele aus dem Pflanzenreich zeigte er den Schülerinnen und Schülern unter anderem diverse Seggen- und Orchideenarten. Auch Spinnen und Heuschrecken sowie zahlreiche Schmetterlingsarten konnten entdeckt und bewundert werden. Diese Artenvielfalt könne nur erhalten werden, wenn eine entsprechende Pflege, angelehnt an frühere Nutzungsformen, durchgeführt wird. Im Vorfeld wurden dazu die botanisch wertvollen Teilbereiche bereits am Vortag mit einem speziellen Gerät des BN gemäht und geschwadet.

Nach einer kurzen Einführung in den Ablauf der bevorstehenden „Streuwiesen-pflege“ und den Umgang mit den Heugabeln transportierten die Schülerinnen und Schüler das Mähgut eifrig von unterschiedlichen Feuchtwiesen aus den empfindlichen Nassbereichen an den trockeneren Flächenrand. Dort wird es anschließend maschinell zu Rundballen gepresst. So wird der Fläche Biomasse entzogen und am Boden das für die Pflanzen nötige Licht geschaffen.

Nach getaner Arbeit bei schönstem Sommerwetter wurde die gemeinsame Aktion mit einer vom BN spendierten gemütlichen Brotzeit abgerundet.